Wie mir das NRW-Gründerstipendium geholfen hat

Einweg-Kaffeebecher adé! Mit unserem Mehrwegdeckel „Udo“ lässt sich jede Tasse in einen To-Go-Becher verwandeln.

Steckbrief

UDO-DUO

  • Gegründet:
  • Mitarbeiter:innen/Mitarbeitende: 5
  • Sitz: Bla
  • Eingesammelte Investments: Bla
  • Branche: Bla
  • Gegründet:
    2018
  • Mitarbeiter:innen:
    5
  • Sitz:
    Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Eingesammelte Investments:
    2
  • Branche:
    Nachhaltiges Design

Ich bin Carina Frings, Co-Gründerin der Cadios GmbH und Erfinderin des Mehrweg-Kaffeedeckels UDO. Die Idee dazu entstand während meines Studiums an der Ecosign, einer Akademie für nachhaltiges Design in Köln. Unsere Aufgabe war es damals, eine Lösung gegen Einweg-Produkte zu finden und somit der Abfallproduktion entgegenzuwirken. Von Coffee-to-Go-Einwegbechern werden in Deutschland nämlich jährlich 2,8 Milliarden Stück verbraucht, welche nach einer Nutzung von ungefähr 15 Minuten bereits im Abfall landen. Als ich dann eines Tages vor meinem Küchenschrank stand und meine große Sammlung an Tassen sah, fragte ich mich, warum mir nicht eine von diesen auch außer Haus für einen Kaffee zwischendurch nutzen könnte. Und so entstand UDO, der Deckel, welcher jede Lieblingstasse in einen To-Go-Becher verwandelt!

Die ersten Schritte mit UDO

Durch seine konische Form und einen flexiblen Kunststoff passt dieser nämlich auf verschiedenste Tassengrößen und verschließt diese luftdicht. Ich brannte so sehr für UDO und die Philosophie, die hinter diesem Produkt stand, dass schnell in mir der Wunsch heranwuchs, UDO auf den Markt zu bringen.

So begann ich 2018 zusammen mit Dennis Grey unser Unternehmen aufzubauen, begleitet von dem Vorsatz, ein Bewusstsein für einen nachhaltigeren Lebensstil zu vermitteln. Neben meinem Design-Studium widmete ich nun jede freie Minute dem Aufbau der Marke UDO. In der Anfangszeit saßen wir noch zu zweit mit unseren Laptops im Café und haben den Versand für unseren Online-Shop aus dem WG-Zimmer gemanaged. Mittlerweile haben wir ein richtiges Büro mitten im wundervollen Agnesviertel von Köln.

Das NRW-Gründerstipendium

Eine große Hilfe war mir dabei das NRW-Gründerstipendium, durch welches ich auf zusätzliche Aushilfsjobs verzichten konnte, um mein Unternehmen zu finanzieren. Außerdem konnte ich mich voll und ganz auf mein Studium und die Entwicklung, das Marketing und den Vertrieb von UDO konzentrieren, ohne Zeit und Engagement zu verlieren. Dieser Fokus sorgte dafür, meinen Traum bestmöglich und ganz nach meinen Vorstellungen umzusetzen. Kurz nach Gründung unseres Unternehmens versendete ich bereits meine Bewerbung für das NRW-Gründerstipendium, über welches mich die NRW-Bank unterrichtete. Hierbei handelt es sich um ein Stipendium, welches bei Neugründungen Unternehmen ein Jahr lang mit einem monatlichen Beitrag von 1000€ unterstützt und dessen Netzwerk den Gründern mit Rat und Tat beiseite steht.

Die Bewerbung selbst war sehr unkompliziert: Es wurden Ideenpapiere und ein Pitch benötigt, um unsere Idee vorzustellen. Dann folgte eine schnelle Entscheidungsphase über die Vergabe des Stipendiums, wenige Wochen nach meiner Antragstellung erhielt ich bereits meine Zusage. Die finanzielle Unterstützung erfolgte kurz darauf und wurde regelmäßig und zuverlässig ausgezahlt. Begeistert waren wir auch von der Flexibilität der Zuschüsse: Standen größere Projekte an, so konnten auf Antrag auch mehrere Monatsgelder auf einmal ausgezahlt werden.

Weitere Möglichkeiten des NRW-Gründerstipendiums

Das NRW-Gründerstipendium hat uns als Gründer:innen den Rücken gestärkt und uns auch die Zuversicht gegeben, den Weg in die Selbstständigkeit zu meistern. Neben der finanziellen Unterstützung konnten wir nämlich auch von den vielen weiteren Angeboten profitieren. Das Gründernetz NRW bot uns die Möglichkeit, uns mit anderen spannenden Start-ups und erfahrenen Unternehmen auszutauschen. So konnten wir aus den Erfahrungen verschiedenster Gründer:innen wichtiges für unser eigenes Unternehmen lernen, neue Denkanstöße und Betrachtungsweisen vermittelt bekommen und ein großes Netz an wichtigen Kontakten aufbauen. Des weiteren konnte man durch professionelle Coachings mit kompetenten Ansprechpartnern dazu angeleitet werden, interne Prozesse zu optimieren oder ganz neu aufzubauen. Ich wählte damals Prof. Karin-Simone Fuhs als meine Mentorin aus, die die Ecosign, an welcher ich zu diesem Zeitpunkt nachhaltiges Produktdesign und Fotografie studierte, vor mehr als 25 Jahren gründete. Ihre Expertise im Bereich Nachhaltigkeit und Marketing, ihre jahrelange Erfahrung bei dem Aufbau und der Führung einer angesehenen Hochschule sowie der persönliche Bezug zu ihr als meine Direktorin machte sie zu meinem idealen Coach. Durch ihre Unterstützung wurde mir das Gründen während des Studiums zusätzlich erleichtert. Generell ist dieses Stipendium besonders für Hochschulausgründungen eine tolle Chance: Meine Erfahrungen mit dem NRW-Gründerstipendium und die Möglichkeiten, welche dadurch geboten werden, ermutigten einige meiner Kommilitonen, selbst den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Sie wurden ebenfalls unterstützt und konnten so ihre eigenen Träume und innovativen Ideen in die Tat umsetzen. So wurden auch sie Teil des großen NRW-Gründernetzes und konnten wiederum mit ihrer Erfolgsgeschichte weitere Menschen begeistern und bestärken.

Ich bin dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie sehr dankbar für das NRW-Gründerstipendium, da es mir in der Anfangszeit eine starke Stütze war und mich vorangebracht war. Mein besonderer Dank gilt hierbei Prof. Dr. Andreas Pinkwart, der uns jungen Gründer:innen dieses Förderprogramm ermöglicht! Die Chance, in Nordrhein-Westfahlen solche Hilfen in Anspruch nehmen zu können macht dieses Bundesland besonders attraktiv für Gründer:innen und fördert somit sowohl soziale Strukturen, als auch Kultur und Wirtschaft auf regionaler Ebene. Zudem macht es diese Region zum Ursprung vieler herausragenden Innovationen. Mittlerweile wurden bereits 2.601 Jungunternehmen gefördert! Ich möchte jeden, der mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, dazu ermutigen zu gründen und sich für dieses Stipendium zu bewerben!

Zusammenfassung

Carina und ihr Mitgründer Dennis haben das Produkt Udo entwickelt. Udo ist ein Kaffee-To-Go-Mehrweg-Deckel, der auf eine Vielzahl von Tassen passt. So, dass man die eigene Tasse in einen Mehrwegbecher verwandeln kann.

Carina Frings

Werdegang

Von 2008-2012 absolvierte ich meine Ausbildung als Technische Zeichnerin bei der Wirten Group.

Von 2014-2019 studierte ich nachhaltiges Design an der Ecosign. 2018 gründete ich die Cadios GmbH und bin seitdem dort Geschäftsführerin.

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