Startup - geht das auch remote?

Motiviert durch meine eigenen Reiseerfahrungen fing ich mit einem Side-Project an, um mir selbst eine Übersicht meiner Reisen in Form einer interaktiven “Scratch-Map” auf dem Smartphone zu erstellen. Wichtig war mir dabei Überblick über meine Reisebekanntschaften und Freunde zu gewinnen, um einfach und schnell zu wissen, wo ich jemanden kenne und wieder treffen kann oder um wertvolle Tipps aus erster Hand zu erhalten. Mit der Zeit kamen weitere Feature Ideen dazu, an deren Umsetzung ich mich als Entwickler direkt machen konnte. Durch das Teilen meiner App mit Freunden und das generierte Feedback kam die Idee, das ganze vom Side-Project zum Startup umzubauen.

Steckbrief
Logo von manyways

manyways

  • Gegründet:
  • Mitarbeiter:innen/Mitarbeitende: 5
  • Sitz: Bla
  • Eingesammelte Investments: Bla
  • Branche: Bla
  • Gegründet:
    2022
  • Mitarbeiter:innen:
  • Sitz:
  • Eingesammelte Investments:
  • Branche:
    Reise / Apps

Warum Remote?

Meine Selbstständigkeit als Webentwickler habe ich bereits mit dem Fokus aufgebaut, minimalistisch und flexibel sein zu können. Das ermöglicht mir, meine Reiseleidenschaft mit meiner Arbeit zu verbinden. Musste ich zum Anfang Kunden noch erklären, dass es für sie keinen Unterschied macht, von wo aus ich Aufträge bearbeite. Ist dieses Verständnis angesichts der Herausforderungen in den vergangenen Jahren nun bei vielen Unternehmen zum Teil ihrer eigenen Arbeitskultur geworden. Daher erscheint mir die Gründung und Umsetzung meines Startups, welches sich noch dazu selbst ums Reisen dreht, von unterwegs aus umso selbstverständlicher.

Alles andere als Urlaub

Doch auch wenn von Freunden und Familie immer noch gerne verwechselt, bin ich dabei tatsächlich nicht im Urlaub, sondern mit meiner Arbeit und meinem Alltag auf Reisen.

Damit das gut funktioniert, habe ich vor allem gelernt, mir viel Zeit zu lassen. Somit verschaffe ich mir genug Raum für die Arbeit und kann trotzdem neue Orte und Menschen kennenlernen. Das heißt für mich also weniger ist mehr, bezüglich der Anzahl verschiedener Orte, dafür genieße ich eine umso längere Verweildauer an den einzelnen Plätzen.

Hinsichtlich Unterkunft und Fortbewegung, habe ich vom Backpacking mit Hostels über Motorrad mit Camping & Hotels, Volunteering im Yogastudio, bis hin zu Langzeitaufenthalten mit Co-Working Space einiges ausprobiert. Zur Zeit arbeite ich von meinem rollenden Büro aus, einem von mir zum Camper umgebauten Transporter. Zum Feierabend erfreue ich mich aktuell am Meeresrauschen der portugiesischen Küste.

Unterwegs warten viele Herausforderungen

So wie sich das Reisen selbst schon von einem Urlaub unterscheidet, bringt die Arbeit im Gepäck weitere Herausforderungen mit sich.

Die wichtigste Grundlage für jedes digitale Startup ist natürlich das Internet. Auf die Qualität des WiFi im Hotel oder Café hat man bekanntlich nur selten Einfluss. Aus meiner Erfahrung bin ich daher mit Flatrate-Tarifen und Handy Hotspot am besten ausgestattet. Trotz Roaming macht es dabei selbst innerhalb der EU Sinn, sich im Zielland mit SIM und Datenflatrate zu versorgen. Im Vergleich zu deutschen Tarifen ist das in der Regel günstiger und leistungsstärker ohne versteckte Einschränkungen bei einem deutschen Roaming Tarif. Besonders was die Versorgung mit Highspeed Internet selbst in entlegenen Regionen angeht staune ich heute noch oft wenn ich das ganze mit zum Beispiel dem Pfälzer Wald in der Heimat vergleiche.

Ansonsten gilt es die Zeitverschiebung im Blick zu behalten und sich bei wichtigen Calls oder Meetings rechtzeitig um einen ruhigen Platz mit gutem Internet zu kümmern. Als Negativbeispiel erinnere ich mich an die Gemeinschaftsküche eines Hostels in Neuseeland. Dort konnte ich zwar den ganzen Tag in Ruhe mit super WiFi arbeiten. Das änderte sich dann schlagartig und pünktlich zu meinem Call, als gegen Abend die anderen Gäste von Ausflügen zurück kamen. Die Küche wurde dann nicht nur zum Kochen genutzt, sondern auch das WiFi fast zum Zusammenbruch gebracht, weil sich alle auf den neuesten Stand posten wollten.

manyways.app

Damit ein Teil dieser Posts von Reisenden, Blogger:innen und Erkundschafter:innen  zukünftig bei meinem Startup manyways stattfindet, bin ich neben reisendem Gründer auch mein aktivster early adaptor und teste neue Features und Ideen nicht im Labor, sondern direkt im Geschehen, während meiner aktuellen Reise. So optimiere ich unter anderem stetig die Möglichkeiten meine auf manyways erstellten Reisepläne über Instagram zu teilen und sehe direkt wie Freunde und Follower darauf reagieren.

Ziel ist Reisebegeisterten, insbesondere individual Reisenden, weiter eine auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Plattform zu bieten. Dabei können sich Nutzer ihr digitales Reiseprofil erstellen, um ihre Erfahrungen und Kontakte zu überblicken und ihren Freunden sowie Followern einen tieferen Einblick in Ihre Reisebubble zu geben. Dabei sind die Profile einfach zu befüllen, bieten viel Raum für Individualisierung und laden zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung ein.

In meiner Vision soll daraus eine aktive Community mit Begeisterung fürs Reisen entstehen, die den Austausch mit anderen Kulturen und das Treffen von neuen Kontakten vereinfacht. Gerade Alleinreisende sollen so in einer sicheren Umgebung auf Gleichgesinnte treffen. Um das Henne-Ei Problem zu umgehen, biete ich zum Start nützliche Tools, mit denen Nutzer ihre Erfahrungen oder Pläne einfach und attraktiv auf beliebigen Plattformen teilen können.

Zusammenfassung

Philip, möchte mit manyways eine Community für Individual-Reisende schaffen, bei welcher der Austausch und die Verbindung mit vorhandenen und neuen Reisekontakten auf einfache Weise gefördert wird.

Portrait von Philip Hoheisel, Gründer von manyways
Philip Hoheisel

Werdegang

Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker hat er sich nach 10 Jahren und 3 Agenturen in die Selbstständigkeit gewagt. Nebenbei lebt er schon lange seine kreative Seite im Bereich der Foto- und Videografie aus und startete 2019 den Reisepodcast weltenbummbla.

Mit dem Jahreswechsel zu 2022 hat er dann seinen vollen Fokus auf manyways gelegt.

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