Branchentipps für Gründer:innen: Chancen für deine Idee

Tatsächlich gibt es unendlich viele Chancen, sich selbstständig zu machen und nicht immer muss das Rad neu erfunden werden. Vielleicht bist du bereits auf eine bestehende Geschäftsidee aufmerksam geworden und möchtest diese nur ein wenig abwandeln bzw. sie auf einen neuen Markt ausweiten? Dazu ist es notwendig, dass du dich mit den Produkten bzw. Dienstleistungen der betreffenden Branche auskennst, denn jede Spezialisierung stellt besondere Anforderungen an das Wissen von Gründern. Denke also daran, deine Qualifikationen unter die Lupe zu nehmen. Informiere dich zusätzlich im Wissensportal von LEXROCKET und lies, weshalb deine persönliche Startposition eine Rolle spielt, bevor du entscheidest, in welcher Branche du dich selbstständig machst. Erfahre zudem, wie dir zum Beispiel individuelle Beratungs- und Förderangebote helfen können. Mach‘ dich schlau für deinen Erfolg!

Existenzgründung: Welche Branchen gibt es?

Als Gründer:in gilt es, spezielle Anforderungen in den diversen Branchen zu identifizieren. Das können beispielsweise im Handwerk oder in den Freien Berufen berufsrechtliche Voraussetzungen sein, ohne die du am Markt keine Chance haben wirst. Auch versicherungsrechtliche Fragen spielen in diesem Kontext eine Rolle. Künstler und Medienschaffende sind z.B. pflichtversichert in der sogenannten Künstlersozialkasse. Wenn du noch unsicher bist, in welcher Branche du gründen bzw. investieren möchtest, wirst du schnell feststellen, dass dich die Vielfalt genereller Optionen beeindrucken wird. Denn es gibt unzählige Branchen sowie Bereiche, deren Leistungs- bzw. Produktportfolio von konservativ eingeführt bis innovativ zukunftsorientiert rangieren. Du musst folglich genau analysieren, wo, innerhalb dieses gewaltigen Marktpotenzials, deine persönliche Expertise Raum finden kann. Es bieten sich dir und deinem Konzept folgende beliebte Branchen zur Existenzgründung an:

  • Freie Berufe: z.B. Fachjournalisten oder IT-Fachleute
  • Gewerbe: Händler, Gastronomen, Handwerker, Produzenten
  • Einzelhandel: Handelsunternehmen aller Art
  • Online-Einzelhandel: Shops und Co.
  • Handwerk
  • Heilmittelbranche
  • Hightech und Lifescience
  • Kunst und Medien
  • Reisebranche und Tourismus
  • Social-Start-ups: Sozialunternehmer
  • Pflegerische Dienstleistungen

Businessplan zur Firmengründung - egal welche Branche

Egal, in welcher Branche du dich selbstständig machen möchtest, fachliches Wissen, Berufserfahrung sowie Mut und Fleiß bilden stets die Voraussetzungen für deine Selbstständigkeit. Triff deshalb deine Entscheidung in aller Ruhe und lasse dich nicht nur von den positiven Faktoren der Firmengründung leiten. Selbstständige arbeiten selbst und ständig, das ist ein altbekannter Leitsatz, der jedoch grundlegende Wahrheiten enthält. Die Aussicht auf überdurchschnittliches Einkommen und Freiheit in der Entscheidung sind das eine, doch du musst auch den Druck aushalten, wenn es darum geht, einen strukturierten Tagesablauf zu leisten, auf Urlaub zu verzichten und in den ersten Jahren den Gürtel enger zu schnallen.

Am besten ist es, du schreibst eine Businessplan, der alle relevanten Überlegungen darüber enthält, wie deine Geschäftsidee Schritt um Schritt in die Tat umgesetzt werden soll. Er stellt vorzugsweise folgende Details vor:

  • Gründerperson(en)
  • Zeitpunkt der Gründung
  • Geschäftsidee mit Beschreibung aller Produkte bzw. Dienstleistungen
  • Preiskultur
  • Marktanalyse
  • Maßnahmen für Marketing und Vertrieb
  • Kapitalbedarf und Finanzierung
  • Mittel- und langfristige Ziele

Dein Businessplan ist folglich mehr als nur eine grobe Skizze, schließlich möchtest du damit auch mögliche Geldgeber wie Banken, Partner oder Investoren überzeugen. Deshalb solltest du einen wirklich ausgefeilten „Regieplan“ erarbeiten, der jedem Leser deine Geschäftsidee exakt beschreibt, Zahlen für die Finanzierung liefert und erste Ausblicke in deine Zukunft als Selbstständige:r zeichnet. Bist du Gründer:in, wird dich dein Businessplan auch selbst auf der Spur halten. Er ist dein Kompass, der dich in den Folgejahren nach Gründung auf der Zielgeraden hält. Natürlich musst du ihn immer wieder anpassen: Manche Voraussetzungen ändern sich, wenn z.B. ein Mitbewerber am Markt auftaucht. Dann bleibt dir nichts anderes übrig, als deine Planung neu zu überdenken. Vielleicht wäre in diesem Fall das Thema Franchise eine Alternative?

Unser Tipp

Organigramm und Kalkulation

Nicht jeder kann alles tun. Willst du erfolgreich sein, hole dir die richtigen Unterstützer an die Seite. Das können Partner oder qualifizierte Mitarbeiter sein. Branchentipps für Gründer empfehlen das Instrument eines Organigramms. Damit kannst du deutlich machen, wie dein Unternehmen aufgebaut werden soll und wer welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten übernimmt. Die Liquidität ist in diesen Zusammenhang ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Dein Businessplan sollte eine Kalkulation darüber enthalten, wie es dir möglich sein wird, die nächsten 24 bis 36 Monate finanziell zu stemmen.

Tipp: Es gibt einige Gründerplattformen, die interaktive Tools zur Erstellung eines Businessplans anbieten. Informiere dich zum Beispiel im Wissensportal von LEXROCKET und lerne wie du einen perfekten Businessplan erstellen kannst.

Welche Branche boomt? Beratung als Entscheidungshilfe

Möchtest du beispielsweise als ehemalige:r Sozialarbeiter:in mit überdurchschnittlichen Talenten in Fremdsprachen dein Hobby zum Beruf machen und eine Sprachschule aufbauen? Dann solltest du dir unbedingt einen Überblick verschaffen, welche Voraussetzungen bzw. Nachweise du dafür mitbringen musst. Allein deine Freude im Umgang mit Menschen ist in diesem Zusammenhang leider nicht ausreichend. Suche dir deshalb am besten einen professionellen Berater, der sich in der Wunschbranche auskennt.

Dafür gibt es im Internet eine große Auswahl honorarpflichtiger „Pros“ zu finden. Wenn du allerdings Geld sparen möchtest, solltest du zunächst die kostenfreien Beratungsangebote der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Handwerkskammer (HK) sowie des Instituts für Freie Berufe in Anspruch nehmen, die es bundesweit gibt. Auch viele Berufsverbände beraten kostenfrei und liefern professionelle Gründungsinformationen.

Die richtigen Fragen parat haben

Sinnvoll ist es, dass du dir als Ausgangspunkt deiner Beratung konkrete Fragen überlegst. Es sollte dir klar sein, mit welcher Erwartung du in die Beratung gehst und was sie dir im Ergebnis an Antworten bringen soll. Fragst du dich z.B. welche Inhalte bei Beratungsverträgen mit Spezialisten als Coaches wichtig sind, die dir während der Einführungsphase deiner Kletterhalle zur Verfügung stehen sollen? Oder planst du einen Veggie-Imbiss zu eröffnen, Mitarbeiter einzustellen und bist unsicher, ob deine finanzielle Kalkulation stimmig ist? Vielleicht möchtest du auch herausfinden, ob es Fördermöglichkeiten gibt und welche sich für deine Geschäftsidee eignen? Egal, welche Branchentipps für Gründer:innen dich interessieren, notiere deine Fragen, damit du die passende Lösung, beispielsweise in Form eines perfekten Businessplans, generieren kannst!

Übrigens: Grenze die Themen ein, für die du dir Beratung wünschst und kontaktiere im Internet die Datenbanken großer Beraterverbände. Das sind zum Beispiel:

  • BVW – Online-Anfragen zur Beratersuche
  • BNotK – Notarauskunft
  • BDU – Beraterdatenbank
  • DAV – Deutsche Anwaltsauskunft
  • DStV – Steuerberater-Suchservice
  • SES – Senior Experten Service
  • VBI – Verband beratender Ingenieure
  • RKW – Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft

Diese Branchen haben Zukunft

Grundsätzlich stehen alle Gründer vor ähnlichen Herausforderungen. Dennoch gibt es bei der Frage, in welcher Branche du dich am besten selbstständig machst, auch Besonderheiten zu berücksichtigen. Informiere dich deshalb schon vor Erstellung deines Businessplans, ob du für deine Wunschbranche spezielle Genehmigungen einholen musst oder Zulassungen benötigst. Auch globale Trends helfen dir, den Markt und dessen Bedürfnisse besser einschätzen zu können. Lerne von den Profis und nutze Wissensportale, Messen und Beratungsangebote. Interessierst du dich beispielsweise für die IT-Branche, gibt es nach wie vor überzeugende Aspekte, die diesen Bereich für einen erfolgreiche Existenzgründung qualifizieren. Prüfe die Zugangsbarrieren – fachlich wie persönlich – und nutze z.B. Existenzgründerseminare für deine Entscheidungsfindung!

Lohnt sich die Selbstständigkeit in der IT-Branche?

Du hast Spaß im Umgang mit Computer und Co. und spielst seit deiner Teenagerzeit auf der digitalen Klaviatur all deiner Endgeräte. Schon während des Studiums hat dich der Gedanken nicht losgelassen, dich selbstständig zu machen. Gleichzeitig nagt die Unsicherheit an dir: Existenzgründung ja, aber welche Branche birgt die geringsten Risiken? Bietet die IT-Branche tatsächlich die richtigen Voraussetzungen?

Beherzige die Empfehlung von Experten: Lass dich beraten, nutze dein eigenes Netzwerk und sammle Informationen. Überprüfe ganz sachlich dein eigenes Fachwissen, identifiziere vorhandene Lücken und mach dich vertraut mit dem Gründer 1x1.

Wenn du als IT-Freelancer starten willst, sind die Prognosen für deinen Erfolg scheinbar sehr gut, denn laut Studien des deutschen Mittelstands braucht die IT-Branche nach wie vor selbstständige Fachkräfte und Unternehmensgründer:innen. Firmen möchten sich oft nicht mit eigenen IT-Abteilungen belasten und lagern IT-Aufgaben an Freelancer aus. Gefragt sind Spezialisten wie Web-Entwickler, IT-Berater, Programmierer oder Netzwerk-Administratoren.

Ein großer Vorteil beim Start in die Selbstständigkeit als IT-Spezialist ist es, dass du keine großen Investitionen benötigst. Laptop, Telefon, Pkw und ein kleines Büro sowie ausreichend Rücklagen für Werbung und Marketing sind überschaubare Kosten. Dies und die richtige Rechtsform z.B. als Freiberufler werden auch deine Buchführung überschaubar halten, weil du mit einer Einnahmen- Überschuss-Rechnung (EÜR) auskommen wirst. Die richtige Buchhaltungssoftware für Gründer  unterstützt dich dabei, Umsätze und Zahlen richtig zu verwalten und die jährlichen Steuererklärungen pünktlich beim Finanzamt abzuliefern.

Du fragst dich, wie du an Branchentipps für Gründer:innen im Bereich der IT gelangst? Ganz einfach: Kontaktiere etablierte IT-Fachkräfte in Agenturen, Unternehmen und besuche Jobbörsen sowie andere branchenspezifische Messen. Dort triffst du auf Praktiker, die deine Fragen gezielt beantworten können. Hier im Wissensportal von LEXROCKET erhältst du schon einmal einen Vorgeschmack auf Informationen, auf die du bauen kannst, wenn du dir überlegst, in welcher Branche du dich selbstständig machen möchtest. Nutze ganz einfach die Tools von LEXROCKET und lege los. Fördermittel finden, ist auf diese Weise übrigens auch kein Problem!

Branchentipps zur Existenzgründung als Immobilienmakler

Dein Entschluss steht fest: Du möchtest ein Unternehmen gründen und hast als Branche den Immobilienmarkt ausgewählt. Dann hast du dir nach Expertenmeinung einen Berufszweig ausgesucht, der zu den erfolgreichen Branchen zur Existenzgründung zählt. Möglicherweise wusstest du sofort, welche Branche zur Unternehmensgründung für dich die richtige ist, weil du Organisationstalent besitzt, kommunikativ bist und auch der Themenkreis rund um Immobilien dein Interesse trifft. Dann kannst du dich glücklich schätzen. Andere Gründungswillige suchen länger nach einer zündenden Geschäftsidee und brauchen Jahre, bis sie sich entschieden haben, in welcher Branche sie sich selbstständig machen.

Trotz deiner Überzeugung, dass Häuser verkaufen „dein Ding“ ist, solltest du dir vorab Wissen über die Immobilienbranche verschaffen. Es ist ein anspruchsvoller Markt, auf dem sich zahlreiche Mitbewerber tummeln. Wenn du hier langfristig überleben willst, musst du dich mit Strategien ausstatten und eine professionelle Expertise vorweisen. Der Beruf eines Immobilienmaklers gilt zwar nach wie vor als attraktiv, beinhaltet aber große Herausforderungen.

Gerade weil die Tätigkeit keinen Abschluss in einem Lehrberuf oder Studiengang zwingend vorschreibt, sind Fallstricke vorprogrammiert. Es ist essenziell, dass du dich mit Finanzierungsfragen bzw. rechtlichen Grundlagen dieses Gewerbes auskennst. Als Makler:in bist du nämlich nicht nur Vermittler einer Wohnimmobilie, sondern auch Berater:in und Vertrauensträger:in deiner Kund:innen. Deshalb solltest du dir als Berufseinsteiger:in klar machen, dass der Sprung in diese Art der Selbstständigkeit mit gewissen Risiken verbunden ist.

Auch wenn die Bezeichnung Makler:in in Deutschland nicht geschützt ist und keine starren Ausbildungsstandards verlangt werden, raten Expert:innen, mindestens einen IHK-Lehrgang zur bzw. zum Immobilienfachwirt:in zu absolvieren oder besser noch einen einschlägigen Studiengang, z.B. Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Immobilien, in Erwägung zu ziehen. Fakt ist, dass du eine behördliche Maklergenehmigung nach § 34c der deutschen Gewerbeordnung brauchst, um als selbstständiger Immobilienmakler arbeiten zu dürfen.

Das hat dich jetzt verwirrt? Das Wichtigste für dich noch einmal in Kürze:

  • Jeder kann Immobilienmakler werden, egal ob als Quereinsteiger oder als Berufsanfänger
  • Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht gefordert
  • Eine Maklererlaubnis muss beantragt werden
  • Empfohlen wird der Einstieg in den Beruf durch IHK-Lehrgänge, Ausbildung oder Studium
  • Erfolgsgaranten sind Fleiß, Fachwissen, soziale Kompetenzen und die Bereitschaft, sich stetig fortzubilden

Deutschland gilt vergleichsweise als ein Land mit überdurchschnittlicher Maklerdichte am Immobilienmarkt. Bevor du dich folglich mit deiner Idee selbstständig machst, musst du unbedingt eine Standortanalyse durchführen. Nur so kannst du entscheiden, ob Ort bzw. Radius deiner Wunschregion zielführend sind, um dich erfolgreich als Immobilienmakler zu etablieren. In diesem Kontext gehört es zu den wesentlichen Branchentipps für Gründer, herauszufinden, wie die Nachfragesituation bezüglich der Wunschregion bzw. Städte aussieht. Nur wenn du diese Fragen zufriedenstellend in deinem Businessplan darstellen kannst, wirst du dich als selbstständiger Immobilienmakler bewähren können.

Unser Tipp

Sich mit anderen Makler:innen zusammentun

Gemeinsam ist man stärker! Vielleicht könnte es eine überdenkenswerte Option für dich sein, dich mit anderen Maklern zusammenzuschließen. So würdest du Kosten für Werbung, Marketing sowie Büro teilen. Alternativ ist es für dich von Vorteil, Mitglied im Berufsverband der Immobilienbranche zu werden. Einerseits kommt die Mitgliedschaft einem Qualitätsnachweis gleich, andererseits kannst du dich dort mithilfe von Kursen fortbilden und weiter spezialisieren. Organisationen wie der Immobilienverband Deutschland (IVD) führt auch Fachkundeprüfungen durch und berät dich in Versicherungsfragen zu deinem Schutz!

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