Dabei helfen dir Existenzgründerseminare

Ein Existenzgründerseminar bringt dir zweierlei: Wissenserwerb und Austausch mit Experten. Durch ein Seminar zur Existenzgründung kannst du fachspezifisches Wissen zum Start in die Selbständigkeit erwerben, Hierzu gehören aber nicht nur betriebswirtschaftliche, juristische und steuerliche Themen. Sondern am Anfang jeder Selbständigkeit steht zunächst die Frage, ob du überhaupt ein Unternehmertyp bist und damit die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Selbständigkeit erfüllst.

Hinweis: Gendergerechte Sprache ist uns wichtig. Daher verwenden wir auf diesem Portal, wann immer möglich, genderneutrale Bezeichnungen. Daneben weichen wir auf das generische Maskulinum aus. Hiermit sind ausdrücklich alle Geschlechter (m/w/d) mitgemeint. Diese Vorgehensweise hat lediglich redaktionelle Gründe und beinhaltet keinerlei Wertung.

Gründung
Marketing
Traumphase
Experience
Mann spricht vor verschiedenen Personen in einem Saal
Foto: 
© Pavel Danilyuk - pexels.com

Skill-Analyse: Entdecke deine Fähigkeiten

Es gibt  Gründerseminare, die dir helfen, genau das in einer Skill-Analyse herauszufinden. Hierbei stellst du dir folgende Fragen:

  • Bist du persönlich, fachlich und kaufmännisch qualifiziert für deine Selbständigkeit durch relevante Berufserfahrung, kaufmännisches Knowhow und persönliche Eignung?
  • Unterstützt dein privates Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte) dein Gründungsvorhaben (mental und vielleicht auch finanziell)?
  • Bist du in der Lage, auch längere Durststrecken zu überwinden, wenn es geschäftlich mal nicht gut läuft (bei nicht nur vorübergehender Auftragsflaute und in der Folge finanzielle Engpässe auftreten können)?
  • Wie ist deine physische Konstitution: Schaffst du es, über einen längeren Zeitraum weit mehr als 40 Stunden pro Woche zu arbeiten, auch am Wochenende, und z.B. auf Freizeit bzw. Freizeitaktivitäten gänzlich zu verzichten und nicht jedes Jahr Urlaub zu machen?
  • Bist du stressresistent und kommst auch mit Unsicherheiten klar, z.B. finanziellen?
  • Bist du gut darin, andere zu überzeugen und sie zu motivieren, durchzuhalten?
  • Kannst du perfekt präsentieren, z.B. deine Geschäftsidee und dein Marketingkonzept, sodass selbst Kritiker überzeugt werden können?
  • Kannst du leicht auf Menschen zugehen, neue Kontakte knüpfen und gut netzwerken?
  • Verfügst du bereits über ein Netzwerk an Unterstützer:innen bzw. Katalysatoren, die helfen, dein neues Business bekannt zu machen?

Besteht eine gesetzliche Verpflichtung zum Besuch eines IHK Existenzgründerseminars?

Für den Schritt in die Selbständigkeit ist der Besuch eines Existenzgründungsseminars empfehlenswert, aber keinesfalls verpflichtend. Jedenfalls dann nicht, wenn du keine staatlichen Fördermittel wie beispielsweise den Gründungszuschuss durch das Arbeitsamt in Anspruch nehmen willst. Wenn du jedoch staatliche Förderung benötigst, ist der Nachweis von unternehmerischer Fachkompetenz Voraussetzung. Diesen kannst du beispielsweise durch den Besuch eines Gründerseminars erbringen.

Unser Tipp

Anlaufstelle IHK und HK

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) ist dabei als erste Anlaufstelle empfehlenswert, wenn du Basiswissen erwerben möchtest. Beispielsweise Informationen darüber, welche Rechtsformen für Unternehmen überhaupt existieren.

Bei der Handwerkskammer (HWK) bist du an der richtigen Stelle, wenn du dich in einem Handwerksberuf selbständig machen möchtest. Denn die HWK berät bei zulassungsfreiem und zulassungspflichtigem Handwerk oder handwerksähnlichem Gewerbe. Natürlich kannst du ebenso anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen. Aber einerseits ist die wahrscheinlich teuer und andererseits ist die HWK spezialisiert.

Ein Praxisbeispiel:

Wenn du dich mit einem Barber-Shop selbständig machen möchtest, dann kann dich die HWK fachlich beraten, unter welchen Voraussetzungen das möglich ist bzw. welche Tätigkeiten du nicht ausüben darfst, wenn du kein:e Frisuermeister:in bist. Dass du dann nämlich nur professionelle Kopf- und Bartpflege machen, also Bart und Kopfhaare in Form bringen, aber eben nicht Haare oberhalb der Koteletten schneiden darfst – das ist nur Inhaber:innen eines Meisterbriefs vorbehalten bzw. solchen Barber-Shops, die eine:n Meister:in als Betriebsleiter:in angestellt haben. Anwält:innen können das recherchieren, was sich aber im Honorar niederschlagen wird. Im Gegensatz dazu bekommst du diese und weitere fachspezifische Informationen in der HWK einfacher und gleichfalls verlässlich.

Für wen ist die Teilnahme an Existenzgründerseminaren sinnvoll?

Ein Gründerseminar ist für alle sinnvoll, die zum ersten Mal ein Unternehmen gründen. Denn hierbei gibt es so viel zu beachten in juristischer, steuerlicher und betrieblicher Hinsicht, dass selbst ein:e Absolvent:in der Betriebswirtschaftslehre (BWL) nicht alles und sofort im Detail wissen kann, worauf es bei der Unternehmensgründung im ganz konkreten Einzelfall ankommt.

Du kannst dich zwar durch Online-Recherche informieren, wann die Gründung einer GbR, GmbH oder Aktiengesellschaft grundsätzlich in Betracht kommt. Aber welche Rechtsform für genau dein Gründungsvorhaben tatsächlich die beste ist, erfährst du kaum in allgemeinen Informationen im Internet. Vielmehr ist das nur eine erste Wissensquelle, die du konsultieren kannst. Dieser sollte dann ein Existenzgründungsseminar folgen, in das du idealer Weise vorinformiert gehst, um schon konkrete Fragen, auf deinen Fall bezogen, stellen zu können.

Auch dann, wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, ob du tatsächlich ein Unternehmertyp bist und Selbständigkeit das Richtige für dich ist, kommt ein Gründerseminar oder ein ähnliches Format in Frage. Profitiere beispielsweise von Erfahrungen, die andere Gründer:innen gemacht haben – „hinfallen und wieder aufstehen“, das ist das, was Selbständige beherrschen müssen.

Unser Tipp

Nimm Teil an den Super StartUp Adventure Camps

Denn alle Gründer:innen müssen auf dem Weg zum Erfolg Stolpersteine meistern. Lernen und von Erfahrungen anderer Gründer:inne profitieren kannst du z.B. in den Super StartUp Adventure Camps von LEXROCKET. Dort tauschst du dich 14 Tage lang mit Gleichgesinnten aus, erhältst Coachings und Mentoring-Sessions mit erfahrenen Mentor:innen.

Zeitpunkt: Wann sollte ich mich zu einem Existenzgründerseminar anmelden?

Wenn du staatliche Existenzgründungsförderung in Anspruch nehmen willst, solltest du dich vor deren Beantragung informieren, welche Anbieter und Möglichkeiten es gibt, um an Gründerseminaren teilzunehmen. Denn dann sieht deine Vermittlungsfachkraft im Arbeitsamt, dass du dich bereits im Vorfeld pro-aktiv bemühst, unternehmerische Kenntnisse zu erwerben und damit den Grundstein für eine erfolgreiche Selbständigkeit gelegt hast.

Aber auch wenn du keine staatliche Förderung beanspruchen möchtest, solltest du dir möglichst frühzeitig einen Überblick über Existenzgründerseminare verschaffen. Achte dabei auf qualifizierte und seriöse Angebote.

Unser Tipp

Referenzen berücksichtigen

Ob ein Angebot qualifiziert ist, erkennst du an der ausreichenden Anzahl an Referenzen von erfolgreichen Startup-Gründungsberatungen. Denn anders als z.B. „Steuerberater:in“ oder „Wirtschaftsprüfer:in“ ist „Gründungsberater:in“ keine geschützte Berufsbezeichnung. Es kann sich jede:r so nennen mit der Folge, dass es im Internet nur so wimmelt von Gründungsberater:innen und –Gründungscoaches. Am besten fragst du vor Beauftragung nach, wie viele erfolgreiche Unternehmensgründungen bereits stattgefunden haben.

Was lerne ich in einem Existenzgründerseminar?

In Gründerseminaren lernst du, welche Schritte du gehen musst, um deine Selbständigkeit erfolgreich zu starten – also alles rund um die Existenzgründung. Darüber hinaus lernst du, was du im unternehmerischen Alltag benötigst, damit dein Startup die ersten kritischen Jahre übersteht und nicht wieder vom Markt verschwindet. Der Inhalt und vor allem die Inhaltstiefe variiert in den verschiedenen Arten von Existenzgründerseminaren und -workshops.

Gründerseminare können beispielsweise folgende Themenbereiche abdecken:

  • Vorbereitung auf die Selbständigkeit durch Skill-Analyse: persönliche und fachliche Eignung als Unternehmer:in
  • Geschäftsidee & Unternehmenskonzept: Umsetzung der Geschäftsidee in einem Unternehmens- bzw. Gründungskonzept, z.B. als Business Plan
  • Finanz- und Investitionsplanung: Analyse, Bewertung des Investitionsbedarfs für die ersten drei Jahre (inkl. Liquiditätsplanung)
  • Gründungsfinanzierung & Förderprogramme: Eigen- und Fremdfinanzierung (z.B. durch Business Angels, Venture Capital), Existenzgründungsförderung durch staatliche Fördermittel
  • Gründungsformalitäten & Gründungsverlauf: Rechtsformen und Schritte in die Existenzgründung
  • Standortwahl, Markt- & Wettbewerberanalyse: Unternehmensstandort (rechtliche und steuerliche Bewertung); Positionierung des eigenen Produktportfolios im Vergleich zu Konkurrenzprodukten
  • Rechtsformwahl und weitere rechtliche Aspekte: Vor- und Nachteile der verschiedenen Unternehmens- und Rechtsformen) sowie weitere Rechtsfragen zur Gründung (z.B. Handelsregistereintragung), zum Handels-, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht sowie zur Scheinselbständigkeit
  • Steuern und weitere steuerliche Aspekte: Steuerarten Einkommen-, Gewerbe-, Körperschaftsteuer, steuerliche Anmeldung beim Finanzamt bis hin zur steuerlichen Gestaltung (z.B. Kleinunternehmerregelung)
  • Betriebswirtschaftliches Grundwissen: Finanzierung (über den gesamten Unternehmenslebenszyklus), Einkauf & Beschaffung, Produktentwicklung/Forschung & Entwicklung, Herstellung & Produktion, Buchführung & Controlling, Marketing & Vertrieb, Personalführung, Recht & Steuern (je nach Branche/Business)
  • Betriebliche Prozesse: Angebotserstellung, Auftragsabwicklung, Rechnungslegung, Mahnstufen, Versicherungen
  • Projekt- und Selbstmanagement: verschiedene Projekttechniken, z.B. agiles Arbeiten bis hin zur Work-Life-Balance

Kosten für ein Existenzgründerseminar

Es gibt kostenpflichtige, aber auch kostenlose Seminare. Existenzgründerseminare finden als Präsenzveranstaltungen, aber auch online statt. Je nach Art und Umfang variieren daher die Kosten – sie reichen von unter einhundert Euro für ein zeitlich eher kürzeres, oft online stattfindendes Basisseminar bis zu mehreren hundert Euro für Eintagesseminare und bis zu tausend Euro für mehrtägige Seminare und Workshops mit ausführlicher Existenzgründungsberatung, in dem auch dein ganz individueller Fall analysiert wird.

Als Faustregel gilt: Je länger die Dauer und je individueller die Existenzgründungsberatung, desto höher die Kosten. Wenn du in einem Tageseminar mit mehreren Teilnehmern bist, ist das natürlich für die Anbieter mit geringeren Kosten verbunden, als wenn du ein Einzelcoaching bzw. Einzelsessions über mehrere Tage hast, wo sich alles nur um dich und deinen Fall dreht. Wofür du dich entscheidest, hängt also von deinen Bedürfnissen ab.

Unser Tipp

Nutze die kostenlose Formate SSAC und SoS

Wenn du dich beispielsweise nicht für ein Online-Seminar mit Standardinhalten interessierst, sondern für eine individuelle Lösung, sind beispielsweise die LEXROCKET Formate SSAC und SoS interessant: „SSAC“ steht für „Super Startup Adventure Camp“ und „SoS“ für das „Startup of the Season“.

Vorteile des SSAC

  • Beim SSAC profitierst du nicht nur von erfahrenden Coaches und Mentor:innen, sondern du tauscht dich mit anderen Gründer:innen aus.
  • Du lernst nicht nur von Profis, sondern vor allem zusammen mit Gleichgesinnten, die alle dasselbe Ziel haben wie du: Erfolgreich ein Unternehmen gründen.
  • Du lernst an inspirierenden Locations mit Raum für Kreativität und in Co-Working Sessions mit anderen Gründer:innen und Mentor:innen. Bewirb dich jetzt für das nächste Start up-Camp.

Zusammenfassung

Existenzgründungsseminare sind Must-haves für alle, die zum ersten Mal ein Unternehmen gründen. Basisseminare bei der IHK sind gute Einstiegsmöglichkeiten, um fachlich in das Thema Startup und Existenzgründung einzusteigen. Konkrete gewerbliche Fragestellungen kannst du bei der Handwerkskammer klären, wenn du ein Handwerk betreiben willst.

Erfolgreich ein Startup zu gründen ist zwar kein Kinderspiel, aber mit dem richtigen Existenzgründerseminar legst du den Grundstein. Auch mit kleinem Geldbeutet bzw. sogar mit kostenlosem Gründerseminar, wenn deine Geschäftsidee besticht und du mit einer hervorragenden Bewerbung den Auswahlprozess schaffst.

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