Shopsysteme im Vergleich: Welches passt zu mir?

Für viele Gründer:innen ist der eigene Online-Shop heute der perfekte Einstieg in die Selbstständigkeit – deine Produkte online verkaufen, das klingt verlockend. Klar, es war ja auch nie einfacher dein Traumkunden:innen direkt über das Internet zu erreichen. Aber schon beginnt die Qual der Wahl: Welches Online-Shopsystem ist das beste? Es gibt heute zahlreiche Anbieter für Shopsysteme und -software, von kostenlosen Versionen bis hin zu professionellen E-Commerce Systemen: Die Auswahl ist für dich am Anfang nicht nur verwirrend sondern schlichtweg einfach unübersichtlich. Daher bieten wir dir in diesem Artikel einem Shopsystem-Vergleich als praktische Übersicht.

Marketing
Traumphase
Entwicklungsphase

Definition: Was ist eigentlich ein Shopsystem?

Grundsätzlich wird zwischen zwei Typen von Shopsystemen unterschieden:

  • Einfache Shop- oder Webseiten-Baukästen, die beim Anbieter bereits ein vorinstalliertes Shopsystem hinterlegt haben (SaaS-Shopsysteme). Diese kannst du ohne Programmierkenntnisse einfach selbst einrichten sowie Anpassungen vornehmen. Bekannte Anbieter sind zum Beispiel 1&1, Jimdo oder STRATO.
  • E-Commerce Shopsysteme, die mit Hilfe einer Agentur oder eigenhändig auf dem Webserver eingerichtet werden. Auf dem deutschen Markt gibt es über 200 kostenpflichtige und open source (kostenlose) Shopsysteme zur Auswahl.
Unser Tipp

Anforderungen der Systeme berücksichtigen

Je nachdem, wie fit du in Sachen Programmierung bist oder wie flexibel du agieren möchtest, werden die Unterschiede bei unterschiedlichen Shopsystemen im Vergleich schnell zu Fallstricken. Daher solltest du deine Fähigkeiten von vorneherein klar abschätzen können.

Warum ist ein Online-Shopsystem wichtig?

Bevor wir zu unserem direkten Vergleich der unterschiedlichen Shopsysteme kommen, ist es wichtig zu klären, warum du überhaupt auf ein solches setzen solltest. Du könntest ja auch einfach über einschlägige Verkaufsplattformen einsteigen. Der grundsätzliche Unterschied von einem Shopsystem zu Verkaufsplattformen ist der, dass du bei einem eigenen Online-Shop auf deiner Webseite keine direkte Konkurrenz hast. Dazu kommen:

  • Keine Werbebanner und andere Ablenkungen für deine Kund:innen
  • Flexibilität: Du kannst frei über deinen Shop entscheiden und musst dich nicht mit den Bedingungen von Dritten auseinandersetzen
  • Unabhängigkeit: Mit einem Shopsystem behältst du die volle Übersicht über deine Produkte und die Performance, kannst regelmäßig optimieren
  • Kostensenkung: Langfristig musst du weniger Geld investieren, um online präsent zu sein, statt über Verkaufsprovisionen Geld zu verlieren
  • Kundenbindung: Ein eigener Webshop bindet Kund:innen langfristig an dich, auf online Marktplätzen bist du nur einer unter vielen

Ein eigenes Online-Shopsystem bietet dir langfristigen Erfolg im Bereich E-Commerce. Du kannst deine Produkte deinen Wünschen gemäß präsentieren und hast dabei die volle Kostenkontrolle. Außerdem hilft dir der eigene Shop dabei, deine Marke aufzubauen. Das passende Shopsystem unterstützt sich also ganz gezielt im Arbeitsalltag.

Den Überblick behalten: Das sind die gängigsten Shopsysteme in Deutschland

In der Flut der Anbieter ist es kein Wunder, wenn du schnell den Durchblick verlierst. Daher haben wir dir hier die wichtigsten Lösungen und Shopsystem-Softwares, aufgeteilt nach Typ, tabellarisch im Vergleich zusammengefasst.

Info

Kostenlose OpenSource-Programme nutzen

Kostenlose Open Source-Shopsysteme können, mit den passenden Programmierfähigkeiten, ebenfalls als gut funktionierender Shop genutzt werden. Dazu solltest du aber schon ein paar Kenntnisse mitbringen und deine Anforderungen genau kennen.

Diese Tabelle umfasst die klassischen Baukastensysteme für deinen Online-Shop – du braucht hier keine Programmierkenntnisse. Viele der Anbieter geben dir die Möglichkeit, zusätzliche Pakete wie beispielsweise Rechtssichere Texte dazu zu buchen. Damit kannst du deinen Online-Shop selbst erstellen.

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Shop an Produktangebot anpassen

Je nachdem, wie umfangreich dein Angebot ist, bieten sich unterschiedliche Shopsysteme an: Unser Vergleich zeigt, dass gerade bei Unternehmen mit einer Vielzahl von Produkten eine professionelle on premise- Lösung idealer ist. Diese kann direkt auf dich und dein Unternehmen zugeschnitten werden.

On premises Shopsysteme zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie in vielen Fällen exakter an deine Bedürfnisse im E-Commerce angepasst werden können. Beachte außerdem, dass es sich bei allen genannten Preisen immer nur um die Kosten für die Software handelt. Dazu kommen gegebenenfalls Kosten für Texterstellung, Grafik oder die Webdesigner:in, die dir hilft, Feinheiten umzusetzen.

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Wettbewerbsanalyse nutzen

Du bist bei deiner Auswahl nicht vollkommen auf dich alleine gestellt: Eine gezielte Wettbewerbsanalyse deiner Mitbewerber hilft dir mitunter ebenfalls dabei, festzustellen, was gut funktioniert. Diese Erkenntnisse kannst du dann in deine Entscheidung einfließen lassen.

Shopsystem selbst erstellen und gestalten: Vor- und Nachteile in der Übersicht

Je nachdem, wie du dich nach deinem Vergleich der unterschiedlichen Shopsysteme entscheidest, hast du mal mehr und mal weniger Arbeit zu stemmen. Wir haben zusammengefasst, welche Vor- und Nachteile ganz besonders im Hinblick auf die Umsetzung dir die unterschiedlichen Systeme bieten.

Auch wenn auf den ersten Blick der Profishop verlockender erscheint, kannst du auch mit einem Baukasten-Shopsystem durchaus erfolgreich sein und Wachstum erzielen. Im Umkehrschluss garantiert ein professionell erstellter Shop nicht direkt hohe Conversions. Ein Schritt für Schritt Plan kann dir dabei helfen, deine Risiken zu minimieren und erfolgreich zu sein – vielleicht lohnt es sich mit einem selbstgebauten Shop einzusteigen und bei Erfolgen dann umzusteigen.

Kriterien beim Vergleich von Shopsystemen

Die Auswahl an Shopsystemen ist riesig, wie unser Vergleich gezeigt hat. Daher solltest du vor der Entscheidung für eine Variante folgende Fragen beantworten:

  • Wie viele Produkte umfasst mein Sortiment? Wird das Sortiment in den nächsten Jahren stark wachsen?
  • Welches Budget möchtest du ausgeben/steht dir zur Verfügung?
  • Wie viel kannst du selbst erledigen? Wobei benötigst du Hilfe, z.B. von einer Programmierer:in/Texter:in/einer Agentur?
  • Wie viel Gestaltungsspielraum benötigst du?
  • Welche Schnittstellen sind für dich unverzichtbar?
  • Welche DSGVO-Richtlinien gelten für dich?
  • Welche Länder möchtest du abdecken: Verkaufst du nur in Deutschland oder soll dein Business über die Grenzen der Bundesrepublik hinauswachsen?

Wenn du die Antworten auf diese Fragen zurechtgelegt hast, dann kannst du tiefer in die Materie einsteigen und aktiv in den Vergleich von für dich relevanten Shopsystemen gehen. Nimm dir für deine Entscheidung viel Zeit. Sonst landest du am Ende bei einem Shop, der dich nicht zufrieden macht.

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Demoversion nutzen

Einige Anbieter von Shopsoftware und -systemen in unserem Vergleich bieten eine kostenlose Demo- oder Testversion an. Damit erhältst du direkt einen Einblick in das Interface, die Bedienbarkeit und vieles weitere.

Für dich als Händler:in entscheidende Faktoren

Diese Faktoren sollten für dich als Shopbetreiber:in beim Vergleich verschiedener Shopsysteme mit im Vordergrund stehen:

  • Schnittstellen zu deinem Warenwirtschaftssystem: Damit sparst du dir viel Zeit, um deinen Warenbestand im Blick zu behalten.
  • Multichannel-Funktionen: Praktisch, wenn du zum Beispiel noch ein Ladengeschäft betreibst. Kund:innen können dann online zur Abholung bestellen. Abholung oder Reservierung sind dann als Plug-in verfügbar.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Achte im Vergleich der Online-Shopsysteme auch darauf, welche gesetzlichen Vorgaben du einhalten musst und wie diese jeweils umgesetzt werden können.
  • Kosten für Betrieb: Neben den ersten Installationskosten ist es dann noch interessant vorab zu wissen, wie viel du für den laufenden Betrieb zahlen musst.

Für deine Kund:innen wichtige Faktoren

Natürlich gibt es auf der anderen Seite auch entscheidende Faktoren, die deinen Kund:innen wichtig sind:

  • Usability: Deine Kund:in sollte sich in deinem Shop schnell und einfach zurechtfinden können. Eine klare Struktur und Filtersysteme können dabei helfen.
  • Mobile first: Immer mehr Kund:innen surfen und shoppen mit dem Smartphone. Dein Shop sollte also auch daran angepasst sein.
  • Schnittstellen zu Bezahlsystemen: PAYPAL und Co sind heute auch dem E-Commerce nicht mehr wegzudenken. Achte darauf, welche Zahlungsdienstleister du ins Boot holen möchtest.
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Bedürfnisse der Kunden berücksichtigen

Beim Vergleich von Shopsystemen solltest du dir vor allem im klaren sein, welchen Typ Kunden:innen du ansprichst: Bist du im B2B- oder im B2C-Bereich tätig? Hier können die Bedürfnisse weit auseinanderdriften.

Fazit: Gibt es überhaupt das perfekte Online-Shopsystem?

Diese Frage können wir klar mit jein beantworten. Welches Shopsystem du aus unserem Vergleich schlussendlich aussuchst, ist sehr individuell. Das heißt also, dass nicht jedes Shopsystem für dich optimal sein kann oder muss. Ein Online-Shopsystem kann mitunter einiges an Geld und Zeit verschlingen, bis es endlich steht. Das heißt für dich als Selbstständige:r vor allem: Geduld haben und bei der Auswahl genau bedenken, auf was du effektiv nicht verzichten kannst. Baukastensysteme können mit ein paar Kniffen und Optimierungen genauso gut und übersichtlich funktionieren wie ein Profishopsystem – oder umgekehrt.

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