Startup-ABC: Dein Lexikon für den Wirtschafts-Alltag

Als Neuling in der Startup-Szene kommt sehr schnell ganz viel Neues auf dich zu. Du bist täglich mit unterschiedlichen Aufgaben konfrontiert und steckst tief in der strategischen Entwicklung deines Unternehmens. Du merkst, dass die Gründer:innen-Küche eine ganz eigene Welt für sich ist. Dieser Eindruck wird auch durch die Wirtschaftssprache verstärkt. Besonders am Anfang hangelst du dich durch verschiedene Startup-Begriffserklärungen. Um für neue Gründer:innen Licht ins Dunkel zu bringen, findest du in unserem Startup-ABC alle wichtigen Startup-Begriffe von A-Z aus unterschiedlichen Bereichen, damit du dich in der Branche zurecht findest.

Hinweis: Gendergerechte Sprache ist uns wichtig. Daher verwenden wir auf diesem Portal, wann immer möglich, genderneutrale Bezeichnungen. Daneben weichen wir auf das generische Maskulinum aus. Hiermit sind ausdrücklich alle Geschlechter (m/w/d) mitgemeint. Diese Vorgehensweise hat lediglich redaktionelle Gründe und beinhaltet keinerlei Wertung.

Gründung
Marketing
Traumphase
Kind als Astronaut verkleidet mit einer Rakete in der Hand
Foto: 
© Kindel Media - pexels.com

Die wichtigsten Startup-Begrifflichkeiten im Überblick

Von A wie Accelerator bis Z wie Zielgruppen-Analyse findest du in unserem kleinen Startup-ABC alle wichtigen Begriffe, die dir auf deinem Weg zum erfolgreichen Startup begegnen werden. Lies dich ein und erhalte endlich den Durchblick!

A: Accelerator

Den Einstieg in unser Startup-Glossar bildet der „Accelerator“. Dieser Begriff lässt sich am besten mit Beschleuniger übersetzen und der Name ist Programm. Beim Accelerator handelt es sich um ein intensives Boot-Camp für junge Gründer:innen. In einem festgelegten Existenzgründerseminar erhalten Jung-Unternehmer:innen geballtes Wissen über die Startup-Gründung, damit diese beschleunigt vonstattengeht.

B: Businessplan

Ein weiterer wichtiger Startup-Fachbegriff ist der Businessplan. Während der ersten Gründungsphase, der sogenannten Seed-Phase, entwickelst du alle strategischen Konzepte für dein Geschäftsmodell. Du entwickelst einen Prototyp deines innovativen Produkts oder deiner Dienstleistung und ebenfalls den Businessplan. Dieser ist für dich besonders wichtig, da du dein eigenes Vorgehen analysierst und dir einen Ablaufplan anfertigst. Beim Businessplan erstellen ist wichtig, dass du damit potenzielle Investor:innen von deiner Geschäftsidee überzeugst. Bestandteile deines Businessplans sind:

  • Finanzplan
  • Zielgruppenanalyse
  • Wettbewerbsanalyse
  • Marketingkonzept
B. Business Angel

Business Angels sind die Schutzengel von jungen Gründer:innnen und deshalb ein wichtiger Begriff in unserem Startup-Wiki. Bei diesen Investor:innen handelt es sich um erfahrene Wirtschaftsexpert:innen, die jungen Unternehmer:innen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Mit Unternehmensbeteiligungen kaufen sie sich in Startups mit innovativen Ideen ein. Neu-Gründer:innen profitieren davon, da sie einerseits viel fachliches Wissen, Erfahrung und Kapital der Business Angels erhalten. Andererseits müssen Business Angels dem Startup für eine gewisse Zeit loyal zur Seite stehen.

C: Crowdinvesting

Beim Crowdinvesting vereinigt sich eine Gruppe (englisch: ‚crowd‛) von Anleger:innen und investiert gemeinsam in ein Unternehmen. Der Vorteil ist, dass man nicht, wie alleinige Investor:innen, das gesamte Risiko mit einer höheren Geldanlage eingeht, sondern die Investition kann geringer sein. Daher bietet sich Crowdinvesting auch immer gut für private Kleinanleger:innen an. Neben dem Crowdinvesting fällt im ABC für Gründer:innen auch häufig der Begriff des Crowdfunding.

C: Cashflow

Beim Cashflow handelt es sich um eine Kennzahl, die die Zahlungskraft deines Startups beschreibt. Mit der Cashflow-Analyse ermittelts du, wie der Kapitalfluss in deinem Unternehmen über einen bestimmten Zeitraum aussieht. Investor:innen oder mögliche Geschäftspartner:innen erkennen am Cashflow, inwiefern dein Betrieb wettbewerbsfähig bzw. liquide ist.

D: Due Diligence

In der Sprache von jungen Unternehmer:innen sind Startup-Fachbegriffe aus dem Englischen gang und gäbe. Dafür besteht hin und wieder Klärungsbedarf. Das Startup-ABC erklärt dir daher die wichtigsten. Der Ausdruck „Diligence“ lässt sich am besten mit Sorgfalt übersetzen. Und genau das ist es, was Investor:innen bei jungen Startups an den Tag legen. Mit Due Diligence ist die Genauigkeit gemeint, mit der Investor:innen junge Unternehmen unter die Lupe nehmen. Erst wenn die Interessent:innen dein Startup genau geprüft und bewertet haben, investieren sie in deine Firma.

E: Exit – Raus aus dem Startup

Es gibt für dein Startup 5 Finanzierungsphasen, die sich in drei Stadien bzw. Etappen einteilen lassen. Dies sind wichtige Begriffe in der Startup-Szene:

  • I: Frühstadium (‚Early Stage‛): (1) Seed-Phase _ (2) Startup-Phase
  • II: Expansionsstadium (‚Growth Stage‛): (3) Wachstumsphase _ (4) Bridge-Phase
  • III: Abschlussstadium (‚Later Stage‛): (5) Endphase

In der Endphase gibt es viele umstrukturierende Maßnahmen, auch in Bezug auf das Management. Im Abschlussstadium besteht die Führungsebene immer noch aus dem Gründer-Team. Manche Gründer:innen wollen das Unternehmen verlassen, um sich einem neuen Startup-Projekt zu widmen, oder, weil sich die Gründungs-Aufgaben stark von Management-Aufgaben unterscheiden. Die Startup-Gründer:innen ziehen sich mit der Exit-Strategie aus der Führungsebene zurück und etablieren ein neues Management-Team.

F: Finanzierung

Bei einem jungen Unternehmen dreht sich alles um die Finanzierung. In unserem Startup-Lexikon findest du einige Begriffe, die hierfür wichtig sind. Die 5 Startup-Phasen (1) Seed-Phase, (2) Startup-Phase, (3) Wachstumsphase, (4) Bridge-Phase und (5) Endphase des Startup-Modells sind ebenfalls Finanzierungsrunden, in denen unterschiedliche Formen des Kapitals zum Einsatz kommen.

G: Growth Hacking

Gerade was das Firmen-Wachstum betrifft, ist das ABC für Gründer:innen voll mit Begriffen. Unter Growth Hacking versteht die Startup-Branche Marketing-Strategien, mit denen man einen schnellen und großen Fortschritt erzielen soll. Mit Hilfe von sozialen Medien und Plattformen machst du dein Startup durch Blog-Beiträge oder Werbeanzeigen publik, um durch steigende Bekanntheit ein intensives Wachstum zu erlangen.

J: Joint Venture

Ein Joint Venture ist eine Kooperation zwischen unabhängig bleibenden Unternehmen. Die Besonderheit ist, dass bei einem Joint Venture Verantwortungen, Eigentum, Erlöse sowie Risiken geteilt werden. So können die Gründer untereinander von unterschiedlichen Stärken profitieren.

  • Finanzplan
  • Zielgruppenanalyse
  • Wettbewerbsanalyse
  • Marketingkonzept
H: Handelsregistereintragung

Die Handelsregistereintragung ist für die meisten Rechtsformen von Unternehmen verpflichtend. Die Eintragung in dieses Register gilt sowohl für Personengesellschaften als auch für Kapitalgesellschaften.

Lediglich wenn du eine GbR gründen willst, musst du nicht im Handelsregister gelistet sein. Einen Eintrag musst du ausführen, wenn du nach § 1 des Handelsgesetzbuches (HGB) die Kaufmannskriterien erfüllst:

  • Art und Umfang deiner Tätigkeit.
  • Die Höhe deines Umsatzes.
  • Die Anzahl deiner Beschäftigten.
  • Die Summe deiner Standorte.

Die Handelsregistereintragung erfolgt über einen Notar.

I: Intellectual Property

Die Welt ist im stetigen Wandel und Jahr für Jahr erscheinen neue Innovationen auf dem Markt, die sich gegen die Konkurrenz durchsetzen wollen. Deine originellen Ideen und deine Einzigartigkeit sind das Wichtigste, damit du dich auf dem Markt von den anderen Mitbewerbern abhebst. Mit „intellectual property“ in unserem Startup-Lexikon ist das geistige Eigentum deines Startups gemeint. Dies zu schützen gehört mit zu deinen wichtigsten Aufgaben. Achte als Gründer:in darauf, dass du deinen Firmennamen gleich zu Beginn mit einer gründlichen Markenanmeldung schützt oder, wenn du eine technische Erfindung schützen willst, ein Patent anmeldest.

K: Kleinunternehmerregelung

Bei der Kleinunternehmerregelung dreht sich alles um den Umsatz, den du mit deinem Startup erwirtschaftest. Damit du diese Regelung in Anspruch nehmen darfst, musst du für deinen Umsatz zwei festgelegte Grenzen beachten, die in §19 Umsatzsteuergesetz (UstG) definiert sind.

  • Dein Umsatz aus dem vorherigen Geschäftsjahr darf nicht höher als 22.000 Euro sein.
  • Dein Umsatz im aktuell laufenden Geschäftsjahr darf maximal 50.000 Euro betragen.

Wenn du Kleinunternehmer per Definition bist, berechnest du auf dein Produkt oder deine Dienstleistung keine Mehrwertsteuer. Das ist für potenzielle Privatkunden sehr lukrativ. Darüber hinaus verzichtest du auf den Vorsteuerabzug.

Wichtig ist, dass du nicht jährlich zwischen Kleinunternehmer-Status und regulärem Unternehmen wechseln kannst. Beendest du die Kleinunternehmerregelung, musst du fünf Jahre unter Regelbesteuerung wirtschaften, bis du die Kleinunternehmerregelung wieder beantragen kannst.

L: Launch

Wenn ein Unternehmen sein Produkt oder seine Dienstleistung auf dem Markt präsentiert, startet es so richtig durch. In der Business-Sprache redet man aber nicht vom Start, sondern von einem „Launch“. Denn genau diesen Start-Punkt meint der Begriff in unserem Startup-Lexikon. Willst du mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung auf dem internationalen Markt durchstarten, stelle sicher, dass du für dein Unternehmen eine Umsatzsteuer-ID hast.

M: Minimum Viable Produkt

Innerhalb der Wirtschaft bilden drei Faktoren eine Grundlage, die voneinander abhängen und sich gegenseitig auch überschneiden.

  • (1) Kund:in/Zielgruppe
  • (2) Produkt/Dienstleistung
  • (3) Unternehmen/Hersteller:in

Wörtlich übersetzt geht es beim „Minimum Viable Produkt“ um ein Produkt, das am wenigsten rentabel ist. Gemeint ist, dass der Hersteller einen Prototyp entwickelt, der den Mindestanforderungen entspricht. Dieses minimal ausgearbeitete Produkt stellt man einer kleinen Runde der Zielgruppe zur Verfügung, um damit zu arbeiten oder dieses anzuwenden. Nach den Kundenrückmeldungen entwickelt das Startup den Prototyp weiter, damit am Ende ein fertiges Produkt oder eine klug durchdachte Dienstleistung entsteht.

N: Networking

In der Welt der Gründer:innen sind gute Kontakte und eine breite Vernetzung das A und O. Daher sollte in unserem Startup-ABC der Begriff des Networking nicht fehlen. Als Unternehmer:in geht es darum, die richtigen Leute zu kennen und immer wieder neue Bekanntschaften zu machen. Wenn du weißt, wen du fragen musst und du gut vernetzt bist, hast du immer Unterstützung, wenn du sie brauchst. Engagiere dich und stelle dein Unternehmen bei Messen vor oder nehme an Konferenzen teil, um dir ein Netzwerk aufzubauen. Achte darauf, dass du deine Kontakte mit Wirtschaftspartner:innen auch pflegst. Aber wie immer im Leben gilt auch in der Wirtschaft: Eine Hand wäscht die andere. Sei also dazu bereit, anderen Geschäftspartner:innen einen Gefallen zu tun.

O: Online durchstarten

In unserer digitalen Welt besteht für dich auch die Option, dein Startup in Form eines Online-Handels zu etablieren. Dies kannst du zeitsparend, kostengünstig und mit wenig Know-how selbstständig erledigen. Für noch professionellere Ergebnisse solltest du aber mit einer Software arbeiten oder dir Hilfe von einer Agentur holen. Bei deinem Online-Startup geht es darum, dich als Hersteller:in und dein Produkt bzw. deine Dienstleistung überzeugend für potenzielle Kund:innen zu präsentieren. Verschaffe dir einen Überblick, welche unterschiedlichen Komponenten du benötigst, um einen innovativen Onlineshop zu erstellen.

P: Pitch Deck

Pitchen, Pitch Deck, Elevator Pitch – eines haben all diese Begriffe gemeinsam: Es geht darum, zu überzeugen. Mit dem Verb „pitchen“ ist gemeint, dass du dein Startup so gut wie möglich vor potenziellen Investor:innen, Geschäftspartner:innen oder Kund:innen präsentierst und diese von deiner Idee beeindruckst. Du fängst sie quasi ein. Unter einem „Pitch Deck“ verstehen deine Business-Kolleg:innen eine Hand voll Präsentationsfolien, mit denen du dein Unternehmen kurz aber prägnant vorstellen kannst. Diese Präsentation sollte die wichtigsten Informationen und Kennzahlen enthalten und das Interesse wecken. Besonders für einen spontanen „Elevator Pitch“ ist es sinnvoll, diese Präsentation auch auf deinem Smart-Phone zu sichern. Stelle dir bildlich vor: Du stehst im Aufzug, ein:e mögliche:r Investor:in steigt ein und dir bleibt die Fahrt mit dem Aufzug, um einen neuen Wirtschaftspartner:innen zu ergattern. Mit der Präsentation auf dem Smart-Phone gelingt dir der Elevator Pitch.

Q: Quarterly Business Review

Auch in der Wirtschaft arbeitet man in Etappen. Daher ist die quartalsweise Einteilung des Geschäftsjahres im Startup-Business weit verbreitet. Im „Quarterly Business Review“ werden die Zahlen und der Status Quo aus dem vergangenen Quartal untersucht. Hier prüft deine Buchhaltung alle Grundlagen der Finanzen. Damit deine Einnahmen und Ausgaben korrekt geführt werden, sollten auch alle Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoBD) eingehalten werden.

R: Return on Investment

Bei dem ROI – „Return on Investment“ handelt es sich um einen Messwert, mit dem Investor:innen prüfen, wie effizient ein Investment ist oder sie vergleichen verschiedene Anlagen miteinander. Das „Return on Investment“ misst die Rendite und die Kosten einer Investition in direkter Relation. Um das ROI korrekt auszurechnen, teilen die Anleger:innen den Nutzen (Ertrag) einer Investition durch die Investment-Kosten. Als Unternehmer:in solltest du und vor allem deine Buchhaltung alle Vorgänge kennen, um sämtliche Beträge, Kennzahlen und finanzielle Konstellationen auszurechnen. Daher ist das ROI ein wichtiger Begriff in unserem Startup-ABC. Neben dem ROI ist für junge Gründer:innen beispielsweise auch die Einnahmenüberschussrechnung/EÜR von Bedeutung.

S: Stärken-Schwächen-Analyse

Im Startup-Business geht es, vor allem im Frühstadium, um Analysen. Du analysierst deine Zielgruppe, deine Finanzen, deine Konkurrent:innen – und am Ende dich selbst. Vor allem in einer Marketing-Strategie geht es in der ersten Phase (Situationsanalyse) darum, unterschiedliche Faktoren zu untersuchen. Ziel der SWOT-Analyse ist, deine internen Stärken und Schwächen mit externen Chancen und Risiken abzuwägen.

Wende ein durchdachtes Marketingkonzept an, damit du dein Produkt oder deine Dienstleistung auch ideal auf dem Markt verkaufen kannst. Darüber hinaus ist eine regelmäßige Stärken-Schwächen-Analyse für die Weiterentwicklung von Startups sehr hilfreich.

T: Term Sheet

Mit einem Term Sheet führst du alle unverbindlichen Bedingungen auf, die für eine Investition zu beachten sind. Dazu zählen, z.B. der zeitliche Rahmen, finanzielle Aspekte oder Rechte und Pflichten. Das Term Sheet bildet die Grundlage für den Investitions-Vertrag.

U: Unique Selling Proposition (USP)

In unserem Startup-ABC drehen sich viele Begriffe um Finanzen, Kunden oder das Produkt. So auch die Bezeichnung „Unique Selling Proposition“. In einer Zeit, in der Startups aus dem Boden sprießen und die Konkurrenz wächst, geht es in der Branche ständig um eines: Einzigartigkeit und Individualität. Wörtlich könnte man „Unique Selling Proposition“ mit „einzigartigem Verkaufsmerkmal“ übersetzen. Es geht hier also um ein signifikantes Merkmal, das dein Produkt oder deine Dienstleistung im Unterschied zu Konkurrent:innen besser macht und zudem ein einzigartiges Nutzerversprechen garantiert.

V: Venture Capital (VC)

Unter Venture Capital (VC) verstehen Gründer:innen und Investor:innen in der Startup-Szene eine Art der Unternehmensfinanzierung. Kapital-Geber:innen investieren in ein neu gegründetes Unternehmen und unterstützen dies, um auf dem Markt erfolgreich zu sein. Läuft alles gut, stellt diese Investitions-Methode sowohl für Venture Capital Geber:innen als auch für Jung-Unternehmer:innen eine Win-Win-Situation dar. Das Startup erhält einen Kapitalzuschuss und zudem essenzielles Know-how. VC-Investor:innen erhalten Mitspracherecht, d.h. um profitabel zu sein, dürfen Venture Capitalists mitbestimmen, wo es lang geht. Nach erfolgreicher Gründung und Etablierung verlassen Investor:innen das Startup und erhalten ihren Anteil vom Gewinn. Nachdem die Venture Capital Geber:innen selbst nicht wissen, ob das Unternehmen erfolgreich sein wird, spricht man im Deutschen auch von Risikokapital oder Wagniskapital.

W: Wettbewerber-Analyse

In der Gründer:innen-Szene sind genaue Untersuchungen absoluter Hauptbestand im Startup-ABC. Du entwickelst und verbesserst dein Produkt oder deine Dienstleistung immer weiter. Zudem analysierst du die Bedürfnisse deiner Kund:innen und hast auch immer genau im Blick, was die Konkurrenz macht. Um dein Startup individuell auf dem Markt zu platzieren, ist es enorm wichtig, dass du die Stärken und Schwächen deiner Mitbewerber:innen kennst. Untersuche genau, was du tun kannst, damit du besser, schneller, höher, weiter als der Rest bist. Informiere dich, welche Schritte zu einer erfolgreichen Wettbewerbsanalyse gehören.

Z: Zielgruppen-Analyse

Als letzter Begriff in unseren Startup-Lexikon steht das Ziel. „Der Weg ist das Ziel“ heißt es doch so schön. Natürlich kannst du unterschiedliche Ziele für dich definieren. Hiermit ist auch stark verbunden, was du mit deinem Startup umsetzt. Stellst du ein Produkt her oder entwickelst du eine Dienstleistung? In beiden Fällen stehen am Ende deine Kund:innen, die das Produkt kaufen oder den Service in Anspruch nehmen. Daher sollten deine Kund:innen immer ein fundamentales Ziel sein. Sind sie mit deinem Produkt oder deinem Service zufrieden, bleiben sie dir lange erhalten oder empfehlen dich weiter. Kund:innen sorgen also dafür, dass es mit deiner Geschäftsidee weiter geht. Du musst daher genau wissen, an wen sich dein Produkt oder Service richtet: An eine bestimmte Altersgruppe, Berufsgruppe oder Geschlechtergruppe? Mach dich schlau, was du für eine produktive Zielgruppenanalyse wissen musst.

Fazit

Gerade wenn du als Neuling in der Startup-Branche durchstarten willst, stehst du täglich vor neuen Herausforderungen in verschiedenen Bereichen. Da die Gründer:innen-Szene sehr amerikanisch geprägt ist, prasseln hier viele englische Begriffe aus dem Existenzgründer-ABC auf dich ein. Nutze deshalb unser Startup-Lexikon, damit du nicht den Faden verlierst und immer auf dem Laufenden bleibst.

FAQ: Das sind häufig gestellte Fragen zum Thema Startup

Wenn du ein Startup gründen möchtest oder bereits gegründet hast, kommen häufig Fragen auf, wie beispielsweise, was ein Startup aus macht oder wie lang ein Startup sich Startup nennen kann. Diese Fragen haben wir hier für dich gesammelt! 

1. Was macht ein Startup als Unternehmensform aus?

Der Begriff Startup beschreibt ein junges Unternehmen, das sich durch eine innovative Geschäftsidee und Wachstumspotential kennzeichnet. Dadurch, dass beim Startup die Innovation und das Überraschen mit neuen Ideen zentrale Faktoren sind, lassen sich nicht alle kürzlich gegründeten Unternehmen automatisch als Startup bezeichnen.

2. Wie lange ist ein Startup ein Startup?

Wie lange ein Unternehmen den Startup-Status behält, lässt sich nicht an einer bestimmten Jahresanzahl festmachen und ist demnach bei jedem Startup individuell zu bewerten. Klar: Ab dem Zeitpunkt an dem Kennzahlen wie Profitabilität wichtiger werden als das stetige, monatliche Wachstum deines Unternehmens, kannst du dich nicht mehr als Startup bezeichnen. Neben dem Kennzahlenaspekt sagt die Unternehmenskultur oft viel darüber aus, in welchem Stadium sich ein Unternehmen befindet. Wenn sich das Unternehmen durch agile Führung, sowie Risikoreichtum, konstantes Lernen und viel Freiraum und Verantwortung bei der Aufgabenumsetzung auszeichnet, kann man in der Tat auch noch sieben Jahre nach der Gründung von einem Startup sprechen.

3. Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Gründen eines Startups?

Es gibt keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt zum Gründen. Die einen Gründen ein Startup während ihrer Studienzeit, die anderen nach 30 Jahren Berufserfahrung - und das ist völlig in Ordnung. Der eigentlich wichtige Faktor ist, dass du dir für deine Startup-Gründung Zeit nimmst und die Chancen und Risiken anständig abwägst. Ideen ausprobieren kannst du jederzeit neben dem Studium oder Hauptberuf.

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